Monday, June 11, 2007

So, jetzt ist es so weit das vor sich her schieben hat ein Ende und ich poste nun endlich mal was ich alles in Chile so erlebt habe in den zwei Wochen, die ich Martina mitte Mai besucht habe:

Als allererstes muss ich hier mal sagen, dass es wunderschön war endlich nach fast 5 Monaten Martina wieder zu sehen. Daneben ist eigentlich alles von dem ich hier berichten werde vernachlässigbar, aber für euch viel interessanter, deshalb weiter im Text.

Valparaiso war erst mal eine riesen Umstellung im Vergleich zu Amerika. Alles total eng bebaut mit vielen kleinen Häuschen an den Hügelhängen rund, um den Hafen und die Innenstadt. Keines von diesen Häuschen würde ich das Überleben bei einem Erdbeben garantieren. Dafür sind sie aber alles schön bunt, halt einfach in der Farbe gestrichen, die gerade da war. Dafür ergibt sich dann aber ein ganz eigentümliches Flair vor allem durch die Bucht, die komplett bevölkert ist und die großen Lastschiffe, die dort vor Anker liegen.

Und im Gegensatz suburbanen San Jose brodelt die Stadt nur so vor Leben. Über sind kleine Verkaufsstände und Geschäfte, auf den Straßen versucht jeder irgendwie Geld zu verdienen und gerade mir dem wohl Tourist auf der Stirn geschrieben stand sind die Leute teils ganz schön aufdringlich zu Leibe gerückt. Dabei habe ich sogar richtig viel spanisch verstanden, hätte ich gar nicht gedacht.

Sehr lecker finde ich den chilenischen Fastfood Snack den man an jeder bekommen kann. Nennt sich Empanada und ist eine Blätterteigtasche gefüllt mit zum Beispiel Käse und Spinat, oder Hackfleisch und Zwiebel, was man halt gerade haben mag.

Mobil ist man in Valparaiso entweder per Mikro (Bus) oder per Kollektivo (Sammeltaxi). Allerdings gibt es keine Fahrpläne oder feste Strecken. Man stellt sich einfach an eine Straßenecke und wartet darauf, dass ein Bus vorbei kommt, da ist man dann natürlich klar im Vorteil, wenn man weiß wo die Busse so ungefähr her fahren, damit man da nicht irgendwo umsonst wartet. Aber wenn man sich nicht allzu ungeschickt anstellt muss man nie länger als 5 Minuten warten, bis man mitgenommen wird. Bei den Sammeltaxis genauso, einfach Hand raus und dann gehts los. Und auf eine schnelle Fahrt kann man sich in der Regel auch verlassen, denn die Verkehrsregeln scheinen hier eher optional zu sein. Eine weitere Möglichkeit einen der vielen Hügel hinauf zu kommen sind die Aufzüge, wie man im obigen Bild einen sieht. Sehr abenteuerlich kann ich nur sagen, ich frage mich, ob es in Chile einen TÜF gibt.

Dank der vielen chaotischen öffentlichen Verkehrsmittel konnten wir also ohne Probleme auch spät abends noch von dem Hügel auf dem Martina wohnt (Cerro Placeres) in die Innenstadt fahren. Dort kann man echt prima weggehen, und wenn nicht gerade Reggaeton läuft ist die Musik auch meistens richtig gut. Einen Abend sind wir in einer Tango Bar gewesen und ein paar mal sind wir Salsa tanzen gegangen, was man dort wirklich gut machen kann überall werden kostenlose Tanzkurse angeboten und sogar an der Uni haben wir an zwei Tanzkursen teilgenommen.

Die Uni ist übrigens - auch auf Cerro Placeres gelegen - sehr schön. Von ihr kann man ins Meer hinunter blicken und die Gebäude haben in der Tat etwas Harry Potter mäßiges. Ich wurde auf jedenfall etwas melancholisch muss ich sagen, als ich die vielen Studenten gesehen habte die dort studieren und vor allem viel Spaß haben, beim schwätzen, kickern, Tischtennis spielen...
Und wieder einmal, habe ich feststellen können, wie klein die Welt doch ist, denn ich habe tatsächlich meinen Übungsgruppenleiter (Christian Valenzuela) in theoretischer Mechanik aus dem dritten Semester dort getroffen. Kaum zu glauben aber wahr. Er ist nachdem er seinen Doktor in Aachen gemacht
hatte an die Uni in Valparaiso gegangen und arbeitet dort nun im Bereich Quanten Chromo Dynamik.

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