Sunday, November 26, 2006
Die Schonfrist ist zu Ende, Thanks Givin' abgehakt und die Weihnachtsoffensive gestartet. Songs á la "Sweet White Snowy Christmas" und Santa Baby erfreuen seit heute das Konsumentenherz. Das selbige nach wie vor mit kurzen Hosen, Flipflops und Sonnenbrille in die Geschäfte kommen stört hier niemanden. Auch IBM tut, wie nicht anders zu erwarten, das bestmögliche, um die Mitarbeiter in besinnliche Kaufrauschstimmung zu versetzen. So kann ich beim Mittagessen nun ab sofort schon mal Kunsttannen Duft schnuppern oder eben draussen in der Sonne sitzen.
Liebes Tagebuch. Mein erstes Thanks Givin' war total schön. Jim hatte mich zu seiner Familie nach Hause eingeladen und so kam ich in den Genuss des höchsten amerikanischen Familienfestes. Wir haben uns die Kleine-Kinder-Tanzen-Und-Singen-In-Gemüsekostümen-Vorstellung der örtlichen Grundschule zwar nur im Fernsehen angeschaut, aber es war trotzdem rührend schlecht. Danach hat Jim den ganzen Donnerstag Nachmittag für die Familie und ihre Freunde inklusive ihrem German einen kompletten Truthahn gestopft, gebacken und diverse Beilagen gemacht. Läääcker. Hier das obligatorische Vorher-Nachher-Bild.


Der Abend war sehr lustig, die Caseys sind ein super lustiger Haufen und am Ende haben wir mit zwölf Mann in Teams das Stadt-Land-Fluss Pendant gespielt. Anfangs war ich weniger eine Hilfe. Irgendwann hatte ich dann aber raus, dass meine Vorschläge aus Höflichkeit nicht angezweifelt werden, dann haben Mo (Jim's Schwester) und ich wieder aufgeholt. Physikalische Einheit mit E..?
Am nächsten Tag wollte ich dann eigentlich fahren, aber dann sind Jim und ich erst noch um Point Lobos gewandert, das ist eine kleine Halbinsel direkt bei Carmel. Viel zu schön um nur mit einer Handy-Kamera fotographiert zu werden.


Den versteckten Strand hätten wir beinahe übersehen...

Als wir dann zurück waren haben mir Jim's Eltern erzählt das diesen Abend wieder ein paar Gäste eingeladen sind und ich natürlich wieder eingeplant bin. Da bin ich dann noch was geblieben. Heute habe ich mich nach der Wanderung mit Jim's Mutter und Jim hinauf auf einen kleinen Berg von dem man einen super Blick auf die Carmel-Bay hat und auf dem wir noch Reste in Form von Truthahnsandwiches verspeist haben dann aber entgültig wieder nach Hause aufgemacht. Im Gegensatz zur Hinfahrt habe ich diesesmal aber kein Auto mit Barbeque Grill auf dem Dach gesehen.


Der Abend war sehr lustig, die Caseys sind ein super lustiger Haufen und am Ende haben wir mit zwölf Mann in Teams das Stadt-Land-Fluss Pendant gespielt. Anfangs war ich weniger eine Hilfe. Irgendwann hatte ich dann aber raus, dass meine Vorschläge aus Höflichkeit nicht angezweifelt werden, dann haben Mo (Jim's Schwester) und ich wieder aufgeholt. Physikalische Einheit mit E..?
Am nächsten Tag wollte ich dann eigentlich fahren, aber dann sind Jim und ich erst noch um Point Lobos gewandert, das ist eine kleine Halbinsel direkt bei Carmel. Viel zu schön um nur mit einer Handy-Kamera fotographiert zu werden.

Den versteckten Strand hätten wir beinahe übersehen...
Als wir dann zurück waren haben mir Jim's Eltern erzählt das diesen Abend wieder ein paar Gäste eingeladen sind und ich natürlich wieder eingeplant bin. Da bin ich dann noch was geblieben. Heute habe ich mich nach der Wanderung mit Jim's Mutter und Jim hinauf auf einen kleinen Berg von dem man einen super Blick auf die Carmel-Bay hat und auf dem wir noch Reste in Form von Truthahnsandwiches verspeist haben dann aber entgültig wieder nach Hause aufgemacht. Im Gegensatz zur Hinfahrt habe ich diesesmal aber kein Auto mit Barbeque Grill auf dem Dach gesehen.
Mittwoch war die erste spontane Jamsession bei uns zu Hause. Beim Abendessen habe ich mich mit Jason und Jessi über Musik unterhalten. Jason hatte sein Gitarre gerade da. Jessis Bass war auch in der Nähe. Ich hab dan noch Jasons Kexboard geholt und los gings. Später kam dann noch Evan (Gitarre) dazu und noch was später ein Freund von Jason am Schlagzeug. Erst danach als ich mit Fiepsen im Ohr auf dem Bett lag, habe ich erst realisiert, wie sehr mir die Sessions mit Florian, Hannes, Timo und Co. gefehlt haben.
Da ich Dienstag auch mal ein paar Ergebnisse erziehlt habe, die hübsch anzusehen sind, will ich euch mal zeigen, dass ich hier nicht nur Urlaub mache. Zusehen sind zwei AFM-Aufnahmen (Atomic-Force-Microscope) einer 450nm breiten und 150nm langen Linie aus "geheimem" Phasenwechselmedium, bevor und nachdem ich einen Strompuls dadurch gejagt habe. Man kann schön sehen, dass das Material nachher amorph und deshalb etwas größer ist. Nur ein kleiner leitender Kanal bleibt übrig.


Wer ein Auto besitzen will, muss dieses versichern. Es könnte ja sein, dass man zufällig mal die Wege eines echten amerikanischen Wagens kreuzt, und auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin ob man diesen Monstern überhaupt einen Kratzer zufügen kann möchte man es wohl lieber nicht drauf ankommen lassen. Für eine Versicherung allerdings braucht man einen amerikanischen Führerschein. Und so habe ich mir das Drivershandbook durchgelesen und dann am Montag die theoretische Führerscheinprüfung gemacht. Schon irgendwie komisch mit dem Auto zur Führerscheinprüfung zu fahren.
Friday, November 17, 2006
Bei IBM wundert man sich ja mittlerweile über gar nichts mehr. Aber wenn man aus dem Labor kommt und dann plötzlich ein Haufen Kinder durch den Flur marschieren ist man schon ein wenig überrascht. Der Anlass war, wie ich später am Buffet raus gefunden habe, die sogenannte Mini-Tech Conference. Gut, was das jetzt genau war weiß ich nicht, aber es resultierte auf jeden Fall in einem Haufen durch den Flur laufender Kindern.
Übrigens, Weihnachten hat jetzt auch offiziell angefangen. Nachdem gestern schon mal eine Woche vorweggenommen Thanks Givin' abgehakt wurde steht nun ein Weihnachtsbaum im Flur. Haach, ist das schön.
Übrigens, Weihnachten hat jetzt auch offiziell angefangen. Nachdem gestern schon mal eine Woche vorweggenommen Thanks Givin' abgehakt wurde steht nun ein Weihnachtsbaum im Flur. Haach, ist das schön.
Thursday, November 16, 2006
Na, reißt es schon ein, wird sich der ein oder andere denken? Und das vielleicht sogar ein bisschen zu recht. Denn es ist nicht so, dass es nun gar nichts zu erzählen gäbe. Nein, ich habe in der letzten Woche eher länger gearbeitet und dann abends erst mal noch das Californian Drivers Handbook durcharbeiten müssen und deshalb dann nicht auch noch Lust gehabt noch länger am Computer zu schreiben, um noch im Blog weiterzuschreiben. Deshalb hole ich jetzt hier ein paar kleinere Anekdoten nach.
Feueralarm
Schon vor ein paar Wochen haben alle Mitarbeiter des Forschungszentrums eine Mail bekommen, in welcher daran erinnert wurde, dass man immer über die Fluchtwege bescheid wissen sollte. Im Anhang war eine Karte mit den Fluchtwegen im Falle eines notfalls. Just am nächsten Tage, brach da Feueralarm aus, und alle Mitarbeiter wurden aufgefordert das Gebäude zu verlassen. Erstaunlicherweise brach keine Panik aus. Sondern es lief alles gesittet ab. Am Kaffeeautomat, an dem sich noch einige schnell bedienten wurde nicht gedrängelt und nach einer weile standen vor dem Gebäude dann hunderte von Wissenschaftlern, etwas 20% davon ihren IBM Laptop umklammernd und plauschten. Fast wie früher in der Schule. Ob einige zurückgeblieben sind, um einen Test fertig zu schreiben kann ich nicht sagen.
Computerspiele
Was in Deutschland der Herbst, das ist in Kalifornien der Indian Summer. Sehr schön sind all die bunten Bäume anzusehen, die nach und nach ihr Blätterkleid verlieren. Gerade der Weg zum Fußball ist jetzt ein richtig schön bunter, aber auch der Blick aus den Büros und dem Hauptflur bei IBM ist klasse. Und gerade dieser ließ mich neulich stutzen. Ich ging so den Flur entlang und schaute nach draußen, konnte beobachten wie sich meine Perspektive zu den dort stehenden Bäumen verändert aber irgendetwas irritierte mich. Ich schaute also eine Weile ging dann ein Stückchen den Flur entlang und dann viel es mir auf. Die Zweige und Blätter bewegten sich kein Stück. Es war absolut windstill, und dass machte die ganze Szene total unwirklich, es wirkte wie in einem Computerspiel. Daran sollten die glaube ich mal arbeiten. (Ich meine die Computerspieleindustrie nicht, IBM.)
Boule im Flur
Und wo wir schon beim Thema Spiele sind. Als ich vorgestern kurz nach fünf auf dem Weg zum Labor war, lagen am Ende eines Seitenflurs ein paar Bretter im Weg, verwundert, warum dort ein paar Bretter den Weg versperren schaute ich in den Gang und sah dort zwei Leute Boule, oder wie einige von euch wissen Petanque spielen. Ich bin dann nochmal unauffällig dran vorbei gegangen und hab nen Foto geschossen. Das glaubt mir ja sonst keiner.
Feueralarm
Schon vor ein paar Wochen haben alle Mitarbeiter des Forschungszentrums eine Mail bekommen, in welcher daran erinnert wurde, dass man immer über die Fluchtwege bescheid wissen sollte. Im Anhang war eine Karte mit den Fluchtwegen im Falle eines notfalls. Just am nächsten Tage, brach da Feueralarm aus, und alle Mitarbeiter wurden aufgefordert das Gebäude zu verlassen. Erstaunlicherweise brach keine Panik aus. Sondern es lief alles gesittet ab. Am Kaffeeautomat, an dem sich noch einige schnell bedienten wurde nicht gedrängelt und nach einer weile standen vor dem Gebäude dann hunderte von Wissenschaftlern, etwas 20% davon ihren IBM Laptop umklammernd und plauschten. Fast wie früher in der Schule. Ob einige zurückgeblieben sind, um einen Test fertig zu schreiben kann ich nicht sagen.
Computerspiele
Was in Deutschland der Herbst, das ist in Kalifornien der Indian Summer. Sehr schön sind all die bunten Bäume anzusehen, die nach und nach ihr Blätterkleid verlieren. Gerade der Weg zum Fußball ist jetzt ein richtig schön bunter, aber auch der Blick aus den Büros und dem Hauptflur bei IBM ist klasse. Und gerade dieser ließ mich neulich stutzen. Ich ging so den Flur entlang und schaute nach draußen, konnte beobachten wie sich meine Perspektive zu den dort stehenden Bäumen verändert aber irgendetwas irritierte mich. Ich schaute also eine Weile ging dann ein Stückchen den Flur entlang und dann viel es mir auf. Die Zweige und Blätter bewegten sich kein Stück. Es war absolut windstill, und dass machte die ganze Szene total unwirklich, es wirkte wie in einem Computerspiel. Daran sollten die glaube ich mal arbeiten. (Ich meine die Computerspieleindustrie nicht, IBM.)
Boule im Flur
Und wo wir schon beim Thema Spiele sind. Als ich vorgestern kurz nach fünf auf dem Weg zum Labor war, lagen am Ende eines Seitenflurs ein paar Bretter im Weg, verwundert, warum dort ein paar Bretter den Weg versperren schaute ich in den Gang und sah dort zwei Leute Boule, oder wie einige von euch wissen Petanque spielen. Ich bin dann nochmal unauffällig dran vorbei gegangen und hab nen Foto geschossen. Das glaubt mir ja sonst keiner.
Sunday, November 05, 2006
Gestern war ich mit Jim auf dem Eishockey Spiel der San Jose Sharks gegen die Pittsburgh Penguins. Sehr spannendes und vor allem beeindruckend schnelles Spiel. Erstaunlich, wie die Spieler es schaffen den Puk trotz der Geschwindigkeit und dem fetten Torwart, der schon mehr oder weniger alles vollstellt noch den fitzel freies Tor zu treffen. Sehr krass ist auch, dass Aufgrund der Tatsache, dass es eben ein Spiel ist bei dem man den Körper benutzen darf, sehr schnell Agressionen aufkommen und die Teams durch ständige Rangeleien mindestens die Hälfte der Zeit mit einem Mann weniger auskommen müssen. Sehr gewöhnungsbefürftig für jemanden der mit Fußball aufgewachsen ist und jemanden für eine Schlägerei eben nicht nur für 2 Minuten vom Platz stellen würde.
Kleine Randbemerkung: Während der Pausen haben die hier mit ausgelosten Zuschauern per Videoleinwand so kleine Gewinnspielchen gemacht. Unglaublich, wie da der Rest des Publikums mitgefiebert. Wie im Kasperle Theater haben die alle so laut es ging die ihrer Meinung nach richtige Lösung gebrüllt. Sehr witzig.
Und noch ne Randbemerkung: Wie wohl bei jeder Sportveranstaltung hat vor dem Spiel ein Sänger die Nationalhymne geträllert. Ganz schön Patriotisch die Leutchen.
Kleine Randbemerkung: Während der Pausen haben die hier mit ausgelosten Zuschauern per Videoleinwand so kleine Gewinnspielchen gemacht. Unglaublich, wie da der Rest des Publikums mitgefiebert. Wie im Kasperle Theater haben die alle so laut es ging die ihrer Meinung nach richtige Lösung gebrüllt. Sehr witzig.Und noch ne Randbemerkung: Wie wohl bei jeder Sportveranstaltung hat vor dem Spiel ein Sänger die Nationalhymne geträllert. Ganz schön Patriotisch die Leutchen.
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