Sunday, September 23, 2007

Nur mal schnell ein Hinweis für diejenigen, die sich schon die Bilder vom Besuch von Mama, Papa und Sarah und die Bilder vom Hike angesehen haben.
Ich hab jetzt ein bisschen mehr dazu geschrieben und auch noch einige neue Bilder dazu gestellt.
Außerdem gibts noch ein paar Bilder von mir in Brookhaven.

Sunday, September 16, 2007

Hey ihr da drüben, die ihr nach guter Musik lechtzt.

Ich muss jetzt mal gerade ein bisschen Werbung machen für eine coole Webseite, die ich neulich (dank Ehrensenf natürlich) für mich entdeckt habe: anywhere.FM.

Das ist eine Webseite, die im Grunde nichts anderes ist als eine Art iTunes Player online. Dort kann man seine Musik hochladen und dann jederzeit online hören. Und das beste, man kann eben auch die Musik von anderen Leuten hören.
So hab ich dann also mal die letzten Tage all meine MP3s, die ich mit in Kalifornien hab hochgeladen dort steht sie nun mir und jedem der meinen Musikgeschmack teilt zur Verfügung. Hier ist der Direktlink: http://www.anywhere.fm/bardelinkes

Mit iTunes ist uploaden, wenn ihr euch selbst einen Account anlegen wollt besonders einfach. Einfach alle Musik in Playlisten in iTunes den Anywhere.FM-Uploader anschmeißen und den Rechner mal nen paar Tage am Netz lassen bis alles hoch geladen ist.
Könnt ja hier mal nen Kommentar mit eurem Nickname posten, solltet ihr euch auch nen Account anlegen. :-]

Saturday, September 15, 2007

Da muss ich erst nach Kalifornien fliegen, um mich darüber zu freuen, dass die Band in einer Kneipe deutsche Volksmusik spielt.

Gestern Abend haben Jim und ich, Jesse und Jason unsere alten Mitbewohner in einer deutschen Kneipe in der Innenstadt getrofffen und da standen doch tatsächlich 4 Leute in Lederhosen auf der Bühne und haben Kneipenklassiker a la "Ein Prosit ... der Gemütlichkeit" zum Besten gegeben. Also eigentlich nen Grund die Kneipe sofort wieder zu verlassen und sich eine neue Kneipe zu suchen, aber ich muss sagen, dass ich es dann doch irgendwie genossen habe, ein Stück Heimat da zu haben. Da könnt ihr mal sehen wie weit es schon gekommen ist mit meinem Heimweh. ;-)

Wednesday, September 05, 2007

Am 31. August war es so weit. Nach langer Planung, also zumindest der Idee wir könnten es ja mal endlich planen, sind John und ich zu einem 4tägigen Hiking Trip aufgebrochen. Eigentlich wollten wir ja Jim, Sean, Jesse und eventuell Mo auch mitkommen aber wie das so ist mit den festen Absichten echter Kalifornier blieben am Ende nur wir zwei übrig.

Das tat dem Unternehmen aber keineswegs einen Abbruch. Es war einfach super schön. 2 Tage lang außer uns keine Menschenseele weit und breit nur unbeschreiblich schöne Landschaft.

Vielleicht schaffe ich es ja demnächst mal noch ein bisschen mehr zu schreiben, aber jetzt erst mal schon ein paar Bilder um die Eindrücke zu bekommen.
Tag 1: 13km, 2500m - 2700m ü. NN

Nach 4 Stunden und 340km Fahrt zum Courtright Reservoir, konnten wir dort so um ca. 5 Uhr Auto und Zivilisation hinter uns lassen und uns auf machen in die John Muir Wilderness im High Sierra National Forest.

Eingangschild zum Park. John jetzt schon am Ende. ;)

Und hier unser erster Lagerplatz.

Tag 2: 19km, 2700m - 3300m ü. NN

Samstag ging es dann vom ersten Lagerplatz aus erst mal einen 9km langen Pfad hinauf in die Berge zum Flemming Lake.

Auf dem Weg dorthin mussten wir unseren ersten reißenden Fluss überqueren. Hier hangele ich mich gerade am imaginären Seil entlang, dass wir gespannt hatten.

Nach dem anstrengenden Marsch, mit zu Beginn der Tour entsprechend schwerem Gepäck, waren unsere Füße natürlich besonders froh über den Anblick des kalten Bergsees.

Dort haben wir dann unser Lager aufgeschlagen und sind nach einer Mittagspause mit Brot, Käse und Salami weiter aufgestiegen zu den Indian Lakes.

Zuerst am Lower Indian Lake vorbei hinauf zum Upper Indian Lake.

Von dort konnte man auf der anderen Seite des Berges ins Tal hinunter blicken.

Auf dem Rückweg hatte man dann einen schönen Blick auf den etwa 3x so großen Lower Indian Lake.
... und wir waren nicht die Einzigen, die diesen Ausblick genossen haben.

Dann hat John und noch einen Fisch zum Abendessen geangelt. Spektakulärer Weise hat er die Angel dazu nurgenau 1x auswerfen müssen. Damit hatte er selber nicht gerechnet. Letztes Jahr in Yosemity hatte er nach 6h angeln keinen einzigen Fisch.

Bei der Aussicht war es fast schade, dass er sofort Erfolg hatte. Aber so konnten wir vor Abenddämmerung noch wieder runter steigen zum Flemming Lake.

Dort gab es dann als Vorspeise zum Chilli den Fisch gewürzt mit Salz und Pfeffer. Lecker!
Tag 3: 12km, 3000m - 3700m ü. NN

Sonntag war unser fauler Tag. Vom Flemming Lake in dem ich morgens als erstes mal schwimmen war sind wir morgens um 11Uhr gestartet und haben uns den Weg bis zum Disappointment Lake (See der Enttäuschung) gebahnt.

Wie man auf dem Bild sehen kann war da offensichtlich jemand ironisch bei der Namensgebung. Da unsere Route vorsah nun zum Hell For Sure Pass auf zu steigen, haben wir unsere Sachen in der Nähe des Disappointment Lakes versteckt und haben uns mit leichtem Gepäck an den Aufstieg zum höchsten Punkt der Tour gemacht.

Oben angekommen hatten haben wir erst mal bei einer Brotzeit die Aussicht genossen. Ach, da könnte man den ganzen Tag sitzen und einfach nur gucken.

Allerdings hat uns dann die Aussicht auf Schwimmen im Hell For Sure Lake wieder ein Stück hinunter getrieben. Man war das kalt! Und so super klar. Man konnte bestimmt 4-5m tief sehen. Und wann hat man schon mal die Gelegenheit das Wasser in dem man schwimmt auch zu trinken.

Auf unseren Abstieg zum Devils Punch Bowl, dem See an dem wir unser Nachtlager aufschlagen wollten, haben wir dann auch gleich mal soviel von dem Wasser des Hell For Sure Lakes mitgenommen, weil es einfach so lecker war.

Der Weg zum Devils Punchbowl war ziemlich abenteuerlich, da man teilweise gar keinen Pfad mehr erkennen konnte und sich zeitweise komplett per Karte und den umliegenden Bergen orientieren musste in der Hoffnung den Pfad irgendwann wieder zu finden. Aber die Aussicht lässt einen solche Sorgen schnell vergessen.

Der Platz an dem wir dann unser Lager aufgeschlagen haben war mit Abstand der schönste Platz den ich mir vorstellen kann. Auf einem etwa 20m breitem Grat zwischen See und dem auf der anderen Seite steil abfallenden Tal konnten wir beobachten wie die Sonne hinter den auf der anderen Seite des Tals liegenden Bergen untergeht und dabei die Berge auf unserer Seite rot einfärbt. Unglaublich, atemberaubend!

Während John in der Abenddämmerung gefischt hat ...

... habe ich schon mal das Nachtlager aufgebaut und Feuer gemacht.

Über dem Feuer haben wir dann Johns Beute und eine dicke Suppe gekocht. Von dem Fang hätte eine Person schon richtig satt werden können, wenn wir denn die richtige Technik zum Ausnehmen von Fischen beherrscht hätten und nicht die Hälfte des Fleisches beim Kochen verschnitten hätten.

Nach dem Essen haben wir uns dann gemütlich ans Feuer gesetzt und Sterne geguckt. Hier kann man übrigens ganz gut sehen, dass die Füße vom vielen Wandern ganz schön gebrannt haben.

Tag 4: 30km, 3000m - 2500m ü. NN

Am Montag - Labor Day und somit Feiertag in Amerika - hieß es Abschied nehmen von der John Muir Wilderness.

Eigentlich hatten wir ja geplant eine Nacht länger zu bleiben, aber da wir mit dem jetzt leichteren Gepäck so gut voran kamen, dass wir am Ende des Tages wieder am Reservoir von dem wir gestartet waren standen, gewann dann die Aussicht auf gutes Essen, eine warme Dusche und ein bequemes Bett doch die Oberhand.

So haben wir am Reservoir dann noch den Sonnenuntergang genossen und sind dann in der Nacht noch zurück nach San Jose gefahren. Die Bilder von dem Trip werde ich so schnell nicht vergessen.