Wednesday, September 05, 2007

Tag 3: 12km, 3000m - 3700m ü. NN

Sonntag war unser fauler Tag. Vom Flemming Lake in dem ich morgens als erstes mal schwimmen war sind wir morgens um 11Uhr gestartet und haben uns den Weg bis zum Disappointment Lake (See der Enttäuschung) gebahnt.

Wie man auf dem Bild sehen kann war da offensichtlich jemand ironisch bei der Namensgebung. Da unsere Route vorsah nun zum Hell For Sure Pass auf zu steigen, haben wir unsere Sachen in der Nähe des Disappointment Lakes versteckt und haben uns mit leichtem Gepäck an den Aufstieg zum höchsten Punkt der Tour gemacht.

Oben angekommen hatten haben wir erst mal bei einer Brotzeit die Aussicht genossen. Ach, da könnte man den ganzen Tag sitzen und einfach nur gucken.

Allerdings hat uns dann die Aussicht auf Schwimmen im Hell For Sure Lake wieder ein Stück hinunter getrieben. Man war das kalt! Und so super klar. Man konnte bestimmt 4-5m tief sehen. Und wann hat man schon mal die Gelegenheit das Wasser in dem man schwimmt auch zu trinken.

Auf unseren Abstieg zum Devils Punch Bowl, dem See an dem wir unser Nachtlager aufschlagen wollten, haben wir dann auch gleich mal soviel von dem Wasser des Hell For Sure Lakes mitgenommen, weil es einfach so lecker war.

Der Weg zum Devils Punchbowl war ziemlich abenteuerlich, da man teilweise gar keinen Pfad mehr erkennen konnte und sich zeitweise komplett per Karte und den umliegenden Bergen orientieren musste in der Hoffnung den Pfad irgendwann wieder zu finden. Aber die Aussicht lässt einen solche Sorgen schnell vergessen.

Der Platz an dem wir dann unser Lager aufgeschlagen haben war mit Abstand der schönste Platz den ich mir vorstellen kann. Auf einem etwa 20m breitem Grat zwischen See und dem auf der anderen Seite steil abfallenden Tal konnten wir beobachten wie die Sonne hinter den auf der anderen Seite des Tals liegenden Bergen untergeht und dabei die Berge auf unserer Seite rot einfärbt. Unglaublich, atemberaubend!

Während John in der Abenddämmerung gefischt hat ...

... habe ich schon mal das Nachtlager aufgebaut und Feuer gemacht.

Über dem Feuer haben wir dann Johns Beute und eine dicke Suppe gekocht. Von dem Fang hätte eine Person schon richtig satt werden können, wenn wir denn die richtige Technik zum Ausnehmen von Fischen beherrscht hätten und nicht die Hälfte des Fleisches beim Kochen verschnitten hätten.

Nach dem Essen haben wir uns dann gemütlich ans Feuer gesetzt und Sterne geguckt. Hier kann man übrigens ganz gut sehen, dass die Füße vom vielen Wandern ganz schön gebrannt haben.

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