Monday, October 30, 2006

IBM tut wirklich alles, um seine Mitarbeiter glücklich zu machen. Letzte Woche war in einem der Konferenzräume eine Krankenstation aufgebaut, in der man sich untersuchen lassen konnte.

Davor schon ein paar mal war draußen auf dem Parkplatz ein Schild, dass wenn man sein Auto in dieser Reihe abstellt, dass es dann gewaschen wird und wenn man es auflässt auch von innen.

Vor drei Wochen etwa war ein Tag an dem war in der Cafeteria alles mit Luftballons geschmückt unter dem Motto Hispanics in California. Da gab es dann Stellwände mit der Historie Kaliforniens, man konnte mexikanisches Essen probieren und es war sogar eine Tänzerin in traditionellem Dress da, die wohl spanische oder mexikanische Tänze vorgefüht hat (das hab ich nicht mitbekommen).

Aber heute hat alles nochmal getopt. Kurz vor halb drei kam eine Durchsage mit Gruselstimme, dass in einem Konferenzraum neben der Cafeteria ein Gruselkabinett aufgebaut ist. Und alle Angestellten mit ihren Kindern eingeladen sind dort hin zu kommen (es wurde wohl auch vorher schon per Mail Werbung dafür gemacht). Und dort hatten die das dann richtig schön aufgebaut. Am Eingang musste man einen magischen Trunk brauen, indem man in nen Hexenkessel ne Gummispinne, einen abgesägten Finger und noch son Plastikdinges (konnte ich im dunkeln nicht erkennen) reinwarf. Dann machte die Hexe einem die "Geheimtür" ins Labyrinth auf und am Ende war dann noch ein untoter Pirat, der einem Süßigkeiten aus seiner Schatzkiste gegeben hat.

Mehr Fotos konnte ich leider nicht machen, weil dann die Batterien meiner Kamera mal wieder ihren Geist aufgegeben haben.
Nachtrag: Diner

An Martina's Abreisetag haben wir morgens dann noch einen richtigen Diner gefunden. Den klassischen amerikanischen Breakfast und Lunch Fresstempel mit den roten Polsterbänken und dem kariert gefließten Boden. Hat nur noch die Halbstarkengang gefehlt, die mit Collage-Jacken und Fönfrisur den Nobody anpöblen.

Sunday, October 29, 2006

Point Reyes

Da Martina am Sonntag des dritten Wochenendes wieder nach Deutschland fliegen musste, hatten wir uns für die Nacht von Samstag auf Sonntag noch einmal in San Francisco ein Zimmer gemietet. Diesmal in einem Hostel im Misson District. Einer Gegend in der eine Bar an der anderen ist und deshalb auch entsprechend viel los war abends. Wir haben uns dort in einer Seitenstraße dann in eine gemütliche kleine Bar gesetzt und uns die Livemusik angehört. Eine Freejazzband. Total abgespaced. Wenn man die Leute nicht live gesehen hätte nicht zu ertragen, wenn man mich fragt. In unserem 10 Bett mixed Dormroom, war mir in der Nacht dann allerdings zu viel los muss ich sagen.

Aber jetzt hab ich den Rest vom Tag noch gar nicht erwähnt. Dazu kann man eigentlich auch gar nicht viel sagen. Wir haben morgens gar nicht erst in San Francisco gehalten sondern sind direkt durch gefahren nach Point Reyes. Einer Halbinsel nördlich von San Francisco. Dort sind wir dann zuerst an der unglaublich unbeeindruckenden San Andreas Spalte entlanggelaufen und haben uns danach bis zum Ende der Halbinsel zum Leuchtturm aufgemacht, der versucht hat mich zu erwürgen, wie ich auf dem zweiten Bild nachtröglich feststellen musste. Zum Glück war er wohl zu langsam.

Nachdem wir an dem Leuchtturm waren sind wir zuerst an den Chimney Rock, eine Landspitze, die auf der Seite der Drakes Bay in den Pazifik ragt.

Zum Sonnenuntergang schauen sind wir dann an den Northbeach gefahren. Traumhaft schöne hohe Wellen und ein Ausblick...

Monterey und Carmel

Am zweiten Wochenende sind wir mit Halie und Jim nach Carmel gefahren. Jim's Eltern haben dort ein Haus in dem wir übernachten konnten. Da die beiden am Samstag morgen aber noch arbeiten mussten sind wir an diesem morgen erst mal ins Technikmuseum in San Jose gefahren.

Das Museum ist wirklich schön gemacht, allerdings eher für Kinder oder Jugendliche. Es gibt eine Menge zu sehen über alternative Energieen, über die Herstellung und das Design von Computerchips, über Gentechnik, Erdbeben usw. und mit fast alles ist irgendwie interaktiv. Zum Beispiel haben wir einen 3D Headscan gemacht.


Samstag abend sind wir dann nach Carmel gefahren, haben uns Schwertfischfilet in einem der guten Fischläden in denen man frisch gefangenen Fisch bekommen kann gekauft. Dann sind wir durch die Haupteinkaufstraße von Carmel geschlendert und haben uns die vielen Geschäfte der Galeristen, unter anderem auch eine Dalí Austellung angeschaut. Abends haben wir uns dann den Fisch lecker zubereitet, Jim kann sehr gut kochen, und dann noch Cranium gespielt. Ein Aktivity ähnliches Spiel, das für Martina und mich eine doppelte herausvorderung war.

Am nächsten Tag haben wir in einem Diner gefrühstückt, sind danach in Monterey ein wenig durch die Stadt geschlendert. In einem Süßigkeitenladen sind wir eine ganze weile lange geblieben, weil dort gerade frische Pfefferminzbonbons von Anfang bis Ende vor unseren Augen hergestellt wurden. Das war interessant zu sehen. Wie bei der Sendung mir der Maus. Nur ohne Maus. Und ne SloMo gabs auch nicht.
Danach haben wir uns das Monterey Bay Aquarium angeschaut. Dort hatten die bis vor kurzem einen großen weißen Hai, bis der dann angefangen hat die anderen Exponate zu fressen. Dann haben sie ihn rausgeschmissen.

Danach sind wir noch an den Strand Drachen steigenlassen. Das war super Wind..
Mount Tamalpais

Montags ging es dann von San Francisco aus über diese merkwürdig rote Brücke nach Norden. Vorher haben wir noch ein paar Fotos von der Brücke gemacht.

Sogar den Bauzaun haben die extra für uns rot angemalt, damit es einfach schöner wirkt im Bild.

Hinter der Brücke ist dann noch so eine schöne Bronzestatue von einem Matrosen, der dort Eingedenk aller braven Männer steht, die hinaus in die Welt gegangen sind, um ihrem Heimatland alle ehre zu machen... so wie ich.

Vorgenommen hatten wir uns mal schnell auf den Berg zu fahren und die Aussicht von dort zu genießen, dann nach Muir Woods zu fahren und uns dort die riesigen Redwoods an zu schauen. Anschließend noch Stinson Beach mit zu nehmen und nachdem wir dann in Napa und Sonoma Valley ein Wein getrunken haben nach San Jose zurück zu fahren.

Vielleicht hatten wir uns damit ein wenig zu viel vorgenommen. Jedenfalls sind wir dann den ganzen Tag auf Mount Tamalpais gewandert, weil es dort einfach so schön war.

Muir Woods haben wir dann nur noch in der Dämmerung geradeso sehen können. Deshalb war es nur zu erahnen, wie beeindruckend diese riesigen Bäume sind. Es bedarf einen eigenen Tagestrip, um sich das noch mal anzuschauen.

Friday, October 27, 2006

San Francisco

Nach Santa Cruz am Samstag haben wir uns dann von Sonntag auf Montag (Columbus Day) in San Francisco in einem Hostel mitten in der Innenstadt, zwischen Chinatown und Financial District eingemietet.

Den ganzen Tag sind wir dann durch die Straßen von San Francisco gelaufen. Die sind so schnurgerade gebaut, dass man Geräusche, vor allem Sirenen kilometerweit, wenn nicht sogar meilenweit hört.

Die Autos sind hier meist ein bisschen größer...

Als wir das steile Stück (durchaus keine Ausnahme in SF) zum Coit Tower hochgestiegen sind, war dort erst mal eine riesen Menschentraube, weil gerade an diesem Tag die Flugshow der Blueangels war.

Von dort oben konnte man abe r nicht nur diese sehen, sondern hatte auch einen super Ausblick auf Alcatraz und die Bay...

... aber auch auf die Dächer der Häuser von SF.

...und nicht nur dort wurde Musik gemacht, wir haben sogar einen gesehen, der zu Hip Hop gesteppt hat.
Den Sonnen untergang haben wir uns dann vom Russian Hill aus angesehen. Das ist der Hügel, auf den die berühmte Lombard Street, mit ihren Miniserpentinen führt. Kaum zu glauben, dass dort noch Leute wohnen wollen, soviele Deppen da unbedingt durch fahren müssen.

Santa Cruz

Am Wochenende hieß es dann, was zu futtern einkaufen und ab nach Santa Cruz.

Alle die glauben, dass das Einkaufen hier schon unerträglich wäre, weil alles voller Weihnachtsdekoration ist kann ich bei dieser Gelegenheit beruhigen. Hier ist noch Halloween vorher, sodass erst danach wohl eingedeckt werden kann und so lange der ein oder andere Kürbis herhalten muss.

Aber zu Santa Cruz. Die Stadt ist total klasse. Wirkt wie eine verträumte Kleinstadt in der einen Ecke und ist am Hauptstrand und dem großen weit ins Meer rein gebauten Steg voller Menschen, die sich in dem kleinen Miniverknügungspark tummeln, den die dort direkt vor den Strand gebaut haben.

In diesem kann man übrigens auch allseitsbeliebte Autorennspiel Revolt spielen. Und dagegen eben der Kontrast des verträumten Städchens am Strand, wenn man ein paar Meter um die Ecke geht.

Die ersten Surfer haben wir dort übrigens auch gesehen.
Die ersten Tage mit Martina

Zuerst haben wir mal nach sehenswerten Sachen in San Jose selbst gesucht. Ganz schön viele "s" in dem Satz. Allerdings gibt es davon nicht allzuviele.
So waren wir Abends in der Santana Row, die ihren Namen von Carlos Santana hat, dem sie gehört. Das ist im wesentlichen eine Geschäfts- und Restaurant Straße, in der aber immer (bisher jedes mal wenn ich da war) open air live Musik gemacht wird.
Ganz in der Nähe ist das Winchester Mystery House. Ein Haus mit super vielen Räumen, weil die Besitzerin glaubte, dass sie sterben müsse wenn das Haus fertig gebaut ist. Da hat sie dann halt immer weiter anbauen lassen. Wir haben uns das nur von aussen angeschaut, sah ziemlich nach Phantasialand für arme aus. Statt dessen sind wir dann lieber schön essen gegangen.
Nach drei Wochen Sendepause jetzt wieder ein Lebenszeichen von mir! Und als erstes mal eine Erklärung, warum ich zuletzt nichts mehr geschrieben habe. Es ist nämlich nicht so, dass ich nichts erwähnenswertes erlebt hätte, nein. Ganz im Gegenteil.
Martina war die letzten drei Wochen hier und zusammen haben wir nach der Arbeit und an den Wochenenden die sehenswerten Punkte in der Nähe von San Jose angesteuert.
Frei nehmen wollte ich mir direkt am Anfang noch nicht, da ich nur 10 Tage Jahresurlaub habe und auch nicht gleich am Anfang einen schlechten Eindruck machen wollte. Die Reaktion der Kollegen war allerdings total klasse. Einige Male wurde ich gefragt, was wir denn jetzt so vor hätten und was ich bei den tollen Plänen denn noch hier (im Forschungszentrum) machen würde.

Sunday, October 01, 2006

Heute habe ich Martin zum Flughafen San Francisco gebracht. Nachdem er mich super sowohl in die Arbeitsgruppe als auch das Leben hier im allgemeinen eingewiesen hat bin ich nun auf mich allein gestellt. Etwas traurig bin ich schon, denn das Arbeiten mit ihm und die vielen Gespräche, die wir geführt haben, war bzw. waren wirklich sehr angenehm.

Auf der Rückfahrt habe ich dann gleich die neu gewonnene Mobilität in Form des Hyunday Accent genutzt und bin in die Half Moon Bay gefahren genau genommen zu einem Punkt, der sich Three Rocks nennt. Dort habe ich zum ersten mal den Pazifik gesehen und den Tagesanbruch abgewartet.

Wunderschön zu sehen, wie sich die Farben verändern, die Brandung zu hören und sich an viele Nordseeurlaube zu erinnern.

Die drei Felsen da im Wasser sind vermutlich die Three Rocks.

Das Haus was man dort auf dem Felsen sieht ist ein Hotel mit eigenem Golfplatz. Das 18. Loch wird gerade direkt am Kliff gebaut.

Eigentlich hatte ich auf der weiteren Rückfahrt nicht vor noch eine Station anzufahren, weil ich doch schon was müde war, aber dann kam ich an der Ausfahrt Standford University vorbei und hab dann doch noch einen Abstecher gemacht.

Der Campus ist wirklich extrem beeindruckend. Überhaupt nicht vergleichbar mit Aachen oder irgend einer anderen Uni die ich kenne. Eine extrem eindrucksvolle Architektur, unzählige Gebäude und eine unbeschreibliche Athmosphäre. Dort mag man wirklich gerne studieren und sich wohlfühlen.

Im Herz des Campus steht eine wunderschöne Kirche, mit riesigen Mosaiken sowohl außen als auch innen. Und ich hatte sogar das Glück, dass ich um kurz vor 10 dort war, sodass ich gleich in den Gottesdienst gehen konnte. Dieser lief im Grunde nach der Lithurgie ab, wie in Deutschland üblich, nur dass die Eucharistiefeier fehlte. Gehalten hat den Gottesdienst ein Duo aus männlichem und weiblichem Priester, war wohl eine lutheranische Gemeinde. Außerdem hat ein wirklich guter Chor gesungen u.a. For the Music of Creation (englische Version von Ode an die Freude).


Einen Nachtrag gibt es noch: Gerade eben hat es zum ersten mal seit ich da bin etwa 5 Minuten geregnet. Angeblich soll es schon seit Mai nicht mehr geregnet haben.